Tauben

Soweit ich in meiner Kindheit zurück denken kann, haben mein Vater und mein Großvater immer Tauben gehalten.
Bei meinem Goßvater flogen weiße Pfautauben mit schwarzem Schwanz und Vater hatte – nach seiner Beschreibung nach müssen es  Schlesische Mohrenköpfe gewesen sein und Feldflüchter.

Vater und Großvater hatten nie ernsthaft gezüchtet. Für  Großvater war es jedesmal eine Freude wenn seine Pfautauben in das geöffnete Küchenfenster geflogen kamen und er ihnen ein paar Brotkrumen oder eine Hand voll Erbsen geben konnte.
Oft flogen die Tauben direkt in die Küche und Großmutter hatte große Mühe, zur Freude meines Großvaters, diese wieder aus der Küche zu bekommen.

Bei Vatern brüteten die Tauben  im Kuh-, Hühner,- und Entenstall auf unserem Gehöft.
Richtige Taubenschläge, wie heute mit Nistzellen und so, gab es bei ihnen nicht.  Die Tauben flogen noch frei und Vater und Großvater hatten ihre Freude an ihnen.

Meine Mutter hielt sich lieber Hühner und es gab keine Feier von der sie nicht früher nach Hause ging um sie “ ins Bett“ zu bringen.

Ich habe wohl meine Leidenschaft für die Tauben von  Vater und  Großvater geerbt.
Als ich etwas 8 Jahre alt war, bauten beide für mich  einen Taubenschlag  auf unserem Heuboden in der Scheune und  Großvater schenkte mir ein Pärchen Schautauben von einem „richtigen“  Züchter.

Immer, nachdem die Schulaufgaben und die Arbeit  im Stall getan war, saß ich im Taubenschlag.

In der Schule bemerkte ein Lehrer, er hatte Brieftauben, mein Interesse an Tauben und eines Tages schenkte er mir das  „Taubenbuch von Engmann“.

Da lernte ich erstmal die vielen Taubenrassen kennen und als ich die Seite aufschlug, auf der eine  sächsiche Flügeltaube abgebildet und beschrieben wurde, ist meine große Liebe für diese Rasse entstanden.

Als ich später mein eigenes Geld verdiente, kaufte ich mir die ersten Flügeltauben und begann diese zu züchten.

Das ist inzwischen 35 Jahren her und heute fliegen bei mir etwa 200 sächsische Flügeltauben in den verschiedensten Farben.
Ob es die Schwarzen mit weissen Binden,  die Blaue mit schwarzen Binden,  die verschiedene Geschuppten,  Gehämmerten oder seltenen Farbenschläge, wie Blaufahle mit und ohne Kappe sind – sie alle erfreuen mich heute noch und ich bin Vater und Großvater dankbar, daß sie mich als Kind dieses schöne Hobby lehrten.

Meine Tauben stehen seit über 30 Jahren, fast jedes Jahr, in Zwönitz/Erzgebirge auf der Sonderschau für sächsische Flügel-, Schwalben- und Farbentauben.

Anbei einige Fotos von meinen Tauben. Inzwischen fliegen auch noch sächsische Schnippentauben und sächsische Storchtauben in meinen Taubenschlägen.

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Ein Gedanke zu „Tauben

  1. Jürgen Kleinbecker

    Hallo Klaus Dieter,
    ein frohes neues Jahr wünsche ich Dir auch noch. Auf der Suche nach Bildern von „schönen“ Sachsen bin ich zufällig auf Deine wunderschöne Seite gekommen.Hast hier eine ganz tolle Seite, wunderschönes Appartmenthaus und natürlich wunderschöne Tauben. Wenn man sich ein paar Jahre von den Sachsen ganz getrennt hat, dann tut es weh wenn man in eine solch schöne Anlage mit soviel schönen Tauben schaut.
    Meine Überlegungen gehen dahin mir doch wieder ein Paar schwarz bindige und ein Paar schwarz geschuppte an zu schaffen. Du hattest ja im November mal angerufen ob Du ein Paar Tiere von mir bekommen kannst, wenn ich welche gehabt hätte, hättest Du auch welche bekommen. Hast Du denn was von Gottwald bekommen? Könntest Du die vorstellen mir ein paar Tiere zu verkaufen? Das würde mich sehr freuen. Schreib mal zurück.

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